Der Verein wird in Vorträgen vor kleinen Gruppen die Nachteile und Probleme drohender oder
nachstehender Zahlungsunfähigkeit erläutern. Anschließend findet über das vorgetragene eine Diskussion
statt. Viele Unternehmen sind seit Jahren wissentlich im Bereich von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung,
zur Korrektur nicht in der Lage oder scheuen die Konsequenzen einer Pleite.
Diverse Unternehmen sind seit Jahren Pleite, wissen dies nicht einmal und warten auf die Konsequenzen
seitens der Gläubiger.
Der Verein wird Veranstaltungen und Tagungen abhalten, in denen den Teilnehmern die
Situation einer vorhandenen oder drohenden Insolvenz an praktischen Beispielen dargestellt wird.
Dabei wird auf Erlebnisse und Erfahrungen der Teilnehmer im Dialog eingegangen. Mäßige Gewinne,
Verluste, steigende Forderungsausfälle, erhöhter Kreditbedarf, Inkassokorrespondenz, steigende
Verbindlichkeiten, Zielüberschreitungen, Inanspruchnahme von Krediten, die nicht beantragt werden
müssen.( Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Berufsgenossenschaft), Kontenpfändungen, Besuch von
Vollziehern diverser Körperschaften, sind klare Hinweise auf Zahlungsunfähigkeit. Ständiges Hoffen
auf die guten Geschäfte von morgen verklären die desolate wirtschaftliche Situation.
Der Verein wird praxisnahe Seminare für Neugründer abhalten.
In unserem Wirtschaftssystem ist es relativ leicht, bei Berücksichtigung der bürokratischen Auflagen
ein Gewerbe anzumelden und sich selbständig zu machen. Mangelndes Konzept, mangelndes Eigenkapital,
mangelnde Qualifikation, mangelnde Einsatzbereitschaft, mangelnde Kontakte, mangelnde Planung, mangelnde
Konfliktfähigkeit, mangelndes Durchsetzungsvermögen, mangelnde Sparsamkeit, verbunden mit Naivität und
mangelndem Verantwortungsbewusstsein sind die besten Voraussetzungen für wirtschaftliche Erfolglosigkeit
und führen als Konsequenz in die Pleite.
Dieser volksnahe Begriff entstammt dem Jiddischen (plejte).
"Neugründer die über wenig oder keine Gene eines Henkers verfügen, sollten weiter
lohnabhängig bleiben."
Wer nicht in der Lage ist, symbolisch seinem Geschäftspartner im entscheidenden Moment, aus
ökonomischen Gründen den Schlund zudrücken zu können, wird langfristig als Unternehmer auf der
Strecke bleiben. Dieses den hoffnungsfrohen Neugründern an praktischen Beispielen zu erläutern, wird
eine der wesentlichsten Vorbeugungsmaßnahmen sein. Vielen Anfängern ist überhaupt nicht bewusst, wie
viel Verantwortung diese mit ihrer Selbständigkeit übernehmen. Allein die Beschäftigung von Personal
erhöht die Verantwortung um ein vielfaches. Die Tatsache, dass ein Unternehmer von den Einkünften seiner
Arbeitnehmer die Sozialversicherung und Lohnsteuer einbehalten, treuhändisch verwalten und abführen
muss, überfordert viele in dem Moment, in dem nur ungenügende Liquidität vorhanden ist. Das Vorenthalten
von Sozialversicherung ( Arbeitnehmeranteil ) und Lohnsteuern ist strafrechtlich relevant und kann zu
einer Verurteilung führen. Allein die verspätete Zahlung der Abgaben ist nach den bestehenden Gesetzen
zu verurteilen und ggf. zu ahnden.
Mit dieser Sozialgesetzgebung des vor-vorigen Jahrhunderts wird jedem Arbeitgeber eine Last
aufgebürdet, die erst bei Zahlungsschwierigkeiten ihre Wirkung erzielt. Da der Gesetzgeber vermutlich
den einzelnen Arbeitnehmer als unfähig eingeschätzt hat, für seine ausbezahlte Sozialversicherung selbst
zu sorgen, wurde einer Minderheit von Arbeitgebern diese Pflicht auferlegt. Die deutsche
Sozialversicherung würde in der jetzigen Form nicht mehr existieren, wäre Sie auf direkte Zahlung ihrer
Mitglieder angewiesen. Bis Ende 2005 war der Sozialversicherungsbeitrag bis zum 15. des Monats fällig, der dem
Zahltag folgt. Um die Zahlungsunfähigkeit der Sozialversicherung zu verzögern, wurde
die Minderheit der Arbeitgeber per Gesetz gezwungen, die Beiträge mit der Lohn-/ Gehaltszahlung
abzuführen. Diese Willkür stellt eine erhebliche Einschränkung der Liquidität vieler Unternehmen dar, es
zeigt erneut wie wenig Rücksicht die Politik auf die Unternehmen nimmt. Dieser "fiskalische Raubzug"
wird weitere Firmen ihre Existenz kosten.
Auftragsrückgänge, Kundenausfälle, Rationalisierungsmaßnahmen um dem eigenen Betrieb zu retten,
zwingen zur Reduzierung des Personals, ein Vorgang der in unserem Wirtschaftssystem ohne großen
materiellen Aufwand nicht durchführbar ist. Die aktuelle Gesetzgebung mit all ihren Vorschriften und
Anhängseln, verbietet dieses. Es ist unter Umständen einfacher und weniger kostspielig den Ehepartner
los zu werden, als einen lange beschäftigten Arbeitnehmer zu kündigen. Sofern beabsichtigt wird einen
Arbeitnehmer zu kündigen, hat dieser Anspruch auf Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes.
Wer entschädigt den Unternehmer, wenn sein Beschäftigter den Betrieb kurzfristig verlässt? Die von der
Schwarz-Roten-Koalition geplante Erhöhung der Probezeit auf 24 Monate bei Neueinstellungen scheint
unternehmerfreundlich. Dies wird jedoch ins Gegenteil gekehrt durch die Möglichkeit der Klage seitens
des Arbeitnehmers, sofern er nicht übernommen wird. Wer Selbständige dauerhaft diskriminiert und
benachteiligt, muss sich nicht wundern, wenn immer mehr das damit verbundene Risiko scheuen, und sich der
Vollkasko-Mentalität eines "sicheren Arbeitsplatzes" oder eines sicheren Versorgungsplatzes in unseren
Sozialsystem zuwenden.
Die gleichen Kreaturen, die seit Jahrzehnten zur Hatz auf jeden Unternehmer bliesen, rufen jetzt
nach einer neuen Selbständigenkultur.
Die gleichen Kreaturen, die jeden Kleinunternehmer, sofern er einen Arbeitnehmer beschäftigte,
diskriminierten, zum Ausbeuter deklarierten ,verlangen jetzt die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Die gleichen Kreaturen, die jeden Mini- Unternehmer mit nur einen Auftraggeber als
Scheinselbstständigen anprangerten, schufen aus statistischen Gründen die Ich AG. Diese Form der
Selbstständigkeit wurde zum 30.06.2006 abgeschafft. Die Korrektur derartiger Irrtümer lässt hoffen.
Wir werden nicht behaupten, dass freie Unternehmer die besseren Menschen sind, wir werden auch
nicht für die Heiligsprechung von Selbständigen eintreten. Selbstständige sind jene Wesen, die für ihre
Handlungen und ihr Verhalten Verantwortung zeigen und wirtschaftlich haften, eine Verhaltensweise, die in
unserer Sicherheitsgesellschaft immer weniger anzutreffen ist. Die Probleme unseres Gemeinwesens wären
erheblich geringer, wenn es mehr Risikobereite, um ihre Existenz bemühte Personen gehen würde.
Vieles von dem erwähnten sollte Ihnen zu denken geben, es gibt aber viel mehr Gründe sich
selbstständig zu machen um als Unternehmer seinen erfolgreichen Weg zu gehen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Verein durch Mitgliedschaft unterstützen, oder uns durch eine Spende erfreuen. Es zählt der kleinste Betrag.
Der Beitritt ist frei, der monatliche Beitrag beträgt 25,00 Euro. Dieser Betrag ist steuerlich absetzbar.
Wir sind als gemeinnützig und mildtätig vom Finanzamt anerkannt.
Vorsorglich betonen wir, dass unsere Aktiven (Vorstand, Experten, Helfer) ehrenamtlich tätig sind und keinerlei Aufwandsentschädigung abrechnen. Jede Einnahme dient unseren Vereinszwecken.
Die Mitgliedschaft eines jeden Selbstständigen ist aus Loyalitätsgründen Pflicht. Diese erhöht unseren Einfluss und unsere Möglichkeiten.
Für den Beitritt zum Insolvenz- und Pleitehilfe e.V. ist ein Formular auszufüllen, dass Sie den Internetseiten entnehmen oder unter unserer Adresse anfordern können.
Jedes zahlende Mitglied stärkt unsere Position.
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Wir grüßen Sie
Der Vorstand Insolvenz- und Pleitehilfe e.V.
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